Die Trailrunning-Welt zieht es an diesem Samstag, dem 23. Mai 2026, ins Salzkammergut – zu einem der landschaftlich schönsten Ultras im Kalender der UTMB World Series: dem mozart 100 by UTMB. Vom Ufer des Fuschlsees bis zu den spektakulären Gratlinien von Schafberg und Zwölferhorn vereint das Wochenende fünf Distanzen, ein international stark besetztes Elitefeld und perfekte Wetteraussichten über den österreichischen Seen.
Wochenendprogramm
Das neue Herz des Festivals ist Fuschl am See, mit Starts in den umliegenden Dörfern des Salzkammerguts. Race Office, Expo und Athleten-Briefing finden am Freitag, dem 22. Mai, im Bereich Fuschlseebad statt, die Elitepräsentation steht für 18:00 Uhr auf dem Plan.
- 05:00 Uhr – mozart 100 (119 km / 5.700 Hm) – Start in Fuschl am See
- 08:00 Uhr – mozart Ultra (72 km / 3.300 Hm) – Start in St. Gilgen
- 10:30 Uhr – mozart Marathon (44 km / 1.600 Hm) – Start in Faistenau
- 11:30 Uhr – mozart Half Marathon (28 km / 1.100 Hm) – Start in Koppl
- 12:00 Uhr – mozart Lake Trail (12 km) – Start in Fuschl am See
- 19:30 Uhr – Siegerehrung in Fuschl am See
Wetter: Bilderbuchhimmel über dem Salzkammergut
Die Bedingungen am Renntag sehen nahezu perfekt aus. Wetterdienste in der gesamten Region Salzburg melden überwiegend sonniges Wetter, am Nachmittag ein paar Quellwolken über den Gipfeln und nur ein marginales Risiko kurzer Schauer. Die morgendlichen Tiefstwerte in den Tälern werden zwischen 5 und 12 °C erwartet, die Höchstwerte am Nachmittag zwischen 22 und 26 °C. Das Regenrisiko liegt sowohl für Samstag als auch für den Pfingstsonntag bei 0%.
Die Spitzenläuferinnen und -läufer auf den langen Distanzen müssen sich am Start in Fuschl am See dennoch auf kühle Morgenluft einstellen – und auf deutlich kältere Luft auf den exponierten Gipfeln über 1.500 m, wo Wind alles verändern kann. Auf einem Kurs, der von 400 m bis 1.783 m ansteigt, sind Schichtung und Sonnenschutz ebenso wichtig wie die Hydration, sobald die Nachmittagssonne auf die Grate trifft.
Die wichtigsten Schwierigkeiten
Der mozart 100 misst 119 km mit 5.700 Höhenmetern, fädelt die Seen des Salzkammerguts auf und kettet zwei der spektakulärsten alpinen Aufstiege Österreichs aneinander.
- Schafberg – die Schlüsselbergung des Rennens. Steil, felsig und unbarmherzig endet sie auf 1.783 m über dem Wolfgangsee und entscheidet traditionell die Spitze.
- Zwölferhorn – ein langer, exponierter Grat oberhalb von St. Gilgen, der jeden bestraft, der am Schafberg überzogen hat.
- Nockstein – der späte technische Abschnitt nahe Salzburg, von vielen Mittelfeld-Läufer:innen erst im Dämmerlicht erreicht und berüchtigt für seine harten, beinzermürbenden Abstiege.
Zwischen diesen markanten Anstiegen wechselt die Strecke zwischen welligen Waldpfaden entlang von Fuschlsee und Wolfgangsee und technischem Alpin-Singletrack. Trittsicherheit, nicht reine Geschwindigkeit, bringt die Läufer:innen ins Ziel.
Unsere Favoriten
mozart 100 – 119 km
Das Herrenrennen ist völlig offen. Der Norweger Tobias Dahl Fenre (Hoka, UTMB-Index 858) kehrt mit offener Rechnung nach Salzburg zurück, nachdem sein erster Versuch in einem DNF endete – er ist der höchstgereihte Läufer der Startliste. Italiens Alessandro Affolati (853) und der österreichische Heimfavorit Alexander Hutter (Brooks Trail Team, 842) werden von Beginn an Druck machen, dazu der Schwede William Englund (826), die Franzosen Jérémie Marin (Ravanel & Co, 817) und Sébastien Leday (810), die ein dicht besetztes Top-6 komplettieren.
Im Damenrennen führt die Tschechin Jana Dobrovolná (Index 748) die Startliste an und ist die zu schlagende Läuferin. Die Britin Sara Eydmann (707), die Japanerin Kimino Miyazaki (Hoka, 698), die Polin Claudia Chmielowska (695) und die Bulgarin Mariya Nikolova (La Sportiva, 688) werden alle mitmischen – auf einer Strecke, auf der das korrekte Pacing am Schafberg die halbe Miete ist.
mozart Ultra – 72 km
Spaniens Andreu Simon Aymerich (Asics Trail Team) kehrt als Titelverteidiger und Topfavorit zurück. Mit einem UTMB-Index von 892 – dem höchsten des Wochenendes – und einem Sieg 2025 auf genau dieser Strecke (08:33:20) setzt der katalanische Athlet, der mit Typ-1-Diabetes startet, den Maßstab. Der Slowake Martin Halász (Mount to Coast, 863) sowie die Italiener Stefan Ungericht (Dynafit, 841) und Robert Oberhollenzer (821) sind am besten platziert, ihn zu fordern, sollte er schwächeln.
Das Damen-Ultra wird angeführt von der Norwegerin Mari Wetterhus (Team Schmund, 704) und der Deutschen Juli Brüning (Craft Elite Run Team, 692), gefolgt von Severine Petersen (Mammut, 674).
mozart Marathon – 44 km
Der Italiener Tobias Geiser (Dynafit) steht allein an der Spitze der Herren-Startliste mit einem beachtlichen UTMB-Index von 897 – er ist der bestbewertete Läufer des gesamten Wochenendes. Das Damenrennen verspricht mehr Spannung, angeführt von der Spanierin Anna Tarasova (Norda Trail Team, 805), der Slowakin Silvia Schwaiger (Salomon, 739), der Polin Urszula Paprocka (Beskidy Trail, 723) und der Österreicherin Isabell Speer (721).
So verfolgst du das Rennen
Das Rennen wird live über die offizielle UTMB-Live-Plattform übertragen und getrackt. Erwartet werden Live-Updates an jeder großen Versorgungsstation; die Spitze des mozart 100 wird zwischen 07:30 und 08:30 Uhr am Samstagmorgen am Schafberg-Checkpoint erwartet – ein Moment, der das Podium fast immer neu sortiert.