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AKTUELLES 07/05/2026

Transvulcania Terrex 2026: Favoriten, Wetter und die vulkanische Herausforderung

La Palma trägt an diesem Wochenende seine 16. Auflage aus, mit hochkarätigem Elitefeld, klassischem atlantischem Wetterfenster und einem Kurs, der weiterhin alle Zähne zeigt.

Transvulcania Terrex 2026: Favoriten, Wetter und die vulkanische Herausforderung

Vom 7. bis 9. Mai trägt die Vulkaninsel La Palma die 16. Ausgabe eines der ikonischsten Punkt-zu-Punkt-Rennen des Trailrunnings aus. Mit über 3 000 Läufern aus 50 Nationen und Mountain Running World Cup-Status auf den kürzeren Strecken zeichnet sich das Wochenende der Transvulcania Terrex als eines der stärksten ihrer Geschichte ab.

Das Wochenende im Überblick

Vier Rennen teilen sich den Vulkan. Der Transvulcania Ultramarathon umfasst 75 km und 4 350 Höhenmeter vom Leuchtturm Faro de Fuencaliente bis Los Llanos de Aridane. Der Transvulcania Marathon nimmt die härtesten Abschnitte in einem kürzeren Format auf. Der Halbmarathon und der explosive Vertikale Kilometer sind offizielle Etappen des Mountain Running World Cup.

Favoriten beim Ultramarathon der Männer

Der in Frankreich lebende Amerikaner Ben Dhiman führt die Startliste bei seinem Transvulcania-Debüt an. Er kommt mit Platz zwei beim UTMB 2025, einem Streckenrekord beim Lavaredo und einem Sieg beim Grand Raid Ventoux. Der Italiener Andreas Reiterer kehrt nach seinem zweiten Platz in 6:58 im Jahr 2025 zurück, während Dmitry Mityaev bereits drei Transvulcania-Podestplätze (2018, 2019, 2024) verbucht und jeden Meter der Strecke kennt. Der Schwede Petter Engdahl, Champion 2022, hat seine Spitzengeschwindigkeit mit einem kürzlich erzielten 2:23 beim Boston-Marathon geschärft. Der Amerikaner David Sinclair, Zweiter beim CCC 2025, vervollständigt eine extrem starke Spitze.

Der Streckenrekord der Männer, 6:52:39 von Luis Alberto Hernando aus dem Jahr 2015, hält seit über einem Jahrzehnt. Die Bedingungen könnten ihn ernsthaft ins Wanken bringen.

Favoritinnen beim Ultramarathon der Frauen

Ekaterina Mityaeva ist die bestplatzierte Rückkehrerin von 2025, als sie in 8:36 als Zweite ankam. Die Französin Blandine L'Hirondel reist mit ihrem Sieg bei der Diagonale des Fous 2025 und einem ehemaligen WM-Titel im Trail an. Die Australierin Lucy Bartholomew, Siebte beim UTMB 2025, bringt ein breites Ultra-Palmarès mit. Doppelsiegerin Emelie Forsberg (Schweden, 2013 und 2015) kehrt auf eine Strecke zurück, die sie geprägt hat. Der Frauen-Streckenrekord von Ruth Croft, 8:02:49 aus dem Jahr 2024, bleibt die Marke, die alle anvisieren.

Halbmarathon und Vertikaler Kilometer: kenianische Welle

Bei den Männern ist Philemon Kiriago (Kenia), amtierender Mountain Running World Cup-Champion und Up-and-Down-Weltmeister 2025, der Mann, den es im Halbmarathon zu schlagen gilt. Sein Landsmann Richard Omaya Atuya, Vizeweltmeister 2025 im Bergauflauf, ist der klare Favorit für den Vertikalen Kilometer. Der Spanier Daniel Osanz, Halbmarathon-Sieger 2024, verteidigt die spanische Ehre an der Seite des KV-Spezialisten Andrea Elia (Italien) und Sergio Álvarez (Spanien), der im letzten Jahr im Halbmarathon nur zwölf Sekunden hinter dem Sieger landete.

Bei den Frauen deutet sich ein kenianisches Konzert an. Ruth Gitonga, Siegerin des Saisonauftakts in São Brás, gilt als Gesamtfavoritin. Joyce Njeru, Vierte im Mountain Running World Cup 2025, bestreitet beide Disziplinen nach ihrem Sieg beim Changping Beijing Classic am letzten Wochenende. Philaries Kisang eröffnet ihre Weltcup-Saison auf La Palma. Die Italienerin Camilla Magliano, derzeitige Weltcup-Spitzenreiterin, bringt die konstanteste Form des Frühlings mit, und die Spanierin Silvia Lara, Zweite beim KV 2025, kennt jede Steigung des Anstiegs.

Wetter: ein klassisches Frühlingsfenster

Die Vorhersage für Samstag deutet auf einen klassischen Renntag auf La Palma hin. An der Küste pendelt das Thermometer um 19 bis 21°C, dazu fast zwölf Sonnenstunden und ein moderater Nordostpassat um 30 km/h. Der Haken liegt in der Höhe. Auf dem Gipfel des Roque de los Muchachos, 2 426 m über dem Atlantik, kann die Temperatur bis auf etwa 5°C fallen, und die Windexposition ist erheblich. Die Passatwinde stauen typischerweise Wolken am Osthang, während der Westabstieg trocken und scharf unter direkter Sonne bleibt. Eine Windjacke und ein langärmliges Baselayer bleiben Pflicht im Materialcheck.

Die wichtigsten Schwierigkeiten

Die Transvulcania verzeiht nichts. Drei Abschnitte entscheiden meist das Rennen.

Die Mischung aus instabilem Vulkanboden, Höhe, Sonnenexposition am Westhang und einem brutalen Schlussabstieg macht die Transvulcania Terrex zu einem der härtesten Bergrennen der Welt. Der Männer-Start fällt am Samstagmorgen um 6 Uhr Ortszeit. Der Vulkan ist bereit.

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